Mediation in Organisationen
Professionell handeln in komplexen Systemen
Fortbildungsreihe für Mediator:innen und Berater:innen ab 24.09.2026
Seit 2005 beraten wir in Unternehmen und Organisationen, als Mediator:innen, Coaches, Supervisor:innen und Organsiationsberater:innen. In dieser Zeit haben wir viel Erfahrungen mit Mediation in komplexen Systemen gesammelt und möchten unsere Expertise in dieser Seminarreihe „Mediation in Organisationen. Professionell handeln in komplexen Systemen“ teilen.
- Mediationsprozesse in Organisationen gestalten: Von der Auftragsklärung bis zur Evaluation
- Professioneller Umgang mit Hierarchie und Macht in der Mediation,
- Changeprozesse und Mediation,
- Mediation mit Gruppen und Teams
Die Buchung der Fortbildungsreihe ermöglicht eine zusammenhängende Qualifizierung und den Erwerb des Zertifikats „Mediation in Organisationen“. Je nach Interesse, Bedarf und Vorkenntnissen kannst du einzelne Module oder die Reihe insgesamt buchen.
Zielgruppe
Mediator:innen, mit soliden Grundlagen in Mediation, die ihre Mediations- und Feldkompetenzen erweitern möchten und Berater:innnen, die im Organisationskontext tätig sind.
Ziele
Die Fortbildungsreihe zielt darauf ab, das Erfahrungswissen von Mediator:innen in der Bearbeitung von Konflikten in Organisationen zu vertiefen und ein fundiertes Verständnis organisationaler Strukturen, Dynamiken und Konfliktmanagement-Mechanismen zu entwickeln. Du stärkst deine Handlungssicherheit durch die Integration der Inhalte in die eigene Mediationspraxis. Gleichzeitig schärfst du deine Rollenklarheit und professionelle Positionierung in komplexen organisationalen Kontexten.
Inhalte
- Gestaltung von Mediationsprozessen in Organisationen
- Umgang mit dem Auftraggebersystem von der Auftragsklärung bis zur Rückkopplung und Evaluation
- Rollen- und Haltungsklärung von Mediator:innen im Spannungsfeld von Organisation
- Umgang mit internem Konfliktmanagement
- Mediation in unterschiedlichen Settings: Gestaltung von Mediation in dyadischen, Mehrparteien-, Gruppen- und Teamkonstellationen
- Professioneller Umgang mit Hierarchie- und Machtunterschieden im Mediationsprozess
- Mediation in Veränderungs- und Changeprozessen wirksam einsetzen
- Mediation im Zusammenspiel von Team- und Organisationsentwicklung und Coaching gestalten
Aufbau
In dieser Fortbildungsreihe möchten wir Expertenwissen für Mediation in Organisationen teilen. Hier geht es darum, eine Vorstellung zu entwickeln, wie Organisationen als System „funktionieren“, ihren Bedarf an Beratung nachzuvollziehen und einen passenden Aufbau für eine Mediation zu wählen, um diese wirksam durchzuführen.
Kick-Off: Der Auftakt bietet einen gemeinsamen Einstieg in die Fortbildungsreihe, klärt Erwartungen und Fragen und ordnet Mediation im Kontext von Beratung in Organisationen ein, um eine gemeinsame fachliche Grundlage für die weiteren Module zu schaffen.
Modul 1: Mediation in Organisationen gestalten: Von der Auftragsklärung bis zur Evaluation Mediation in Organisationen erfordert Organisationswissen. Als Mediator:innen bewegen wir uns in bestehenden Strukturen sowie in formalen und informellen Regeln, Kulturen und Entscheidungslogiken, die den Umgang mit Konflikten ebenso prägen wie die Erwartungen an den Mediationsprozess. Im Zentrum dieses Moduls steht die Gestaltung der Mediation als Gesamtprozess – von der Auftragsklärung über Vorbereitung und Durchführung bis hin zur Rückkopplung und Evaluation. Eine klare Prozessarchitektur schafft Orientierung, klärt Rollen und Erwartungen und definiert Handlungsspielräume. In Vorgesprächen wird geprüft, ob Mediation das geeignete Format ist und unter welchen Bedingungen eine Konfliktbearbeitung sinnvoll möglich wird. Sie gewinnen Sicherheit in Auftragsklärung, professioneller Positionierung und Prozessverantwortung, um Mediation in Organisationen wirksam und anschlussfähig zu gestalten.
Modul 2: Professioneller Umgang mit Hierarchie und Macht im Mediationsprozess Organisationen sind durch formale und informelle Hierarchien, Rollen und Zuständigkeiten geprägt. Diese beeinflussen, wie Konflikte entstehen, verhandelt und bearbeitet werden. Machtungleichgewichte sind dabei eher die Regel als die Ausnahme und stellen besondere Anforderungen an mediative Prozesse. Im Zentrum dieses Moduls steht der Umgang mit Hierarchie und Macht im Mediationsprozess selbst. Mediation findet hier in asymmetrischen Konstellationen statt, etwa zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden oder zwischen unterschiedlich positionierten Rollen. Der Fokus liegt darauf, wie Mediator:innen mit Machtasymmetrien professionell arbeiten können, ohne diese zu negieren oder auszugleichen. Zugleich geht es darum, den Prozess so zu gestalten, dass alle Beteiligten handlungsfähig bleiben. Sie gewinnen Sicherheit im Umgang mit hierarchisch geprägten Settings, mit Widerständen im Prozess und in Ihrer professionellen Positionierung als Mediator:in.
Modul 3:Changeprozesse und Mediation Organisationen und Teams befinden sich in permanenten Veränderungsprozessen. Reorganisationen, neue Strukturen oder veränderte Aufgaben greifen in Zusammenarbeit, Rollen und Zugehörigkeiten ein und sind häufig Auslöser für Konflikte. Im Zentrum dieses Moduls steht die Frage, welche Rolle Mediation in Veränderungsprozessen sinnvoll einnehmen kann – als Klärungsformat, das Spannungen, Konflikte und Unsicherheiten im Wandel bearbeitbar macht. Voraussetzung dafür ist ein Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Changeprozessen und Konfliktdynamiken auf unterschiedlichen Ebenen. Für Mediator:innen ergeben sich besondere Herausforderungen: parallele Prozesse, unklare Aufträge, widersprüchliche Erwartungen und der richtige Zeitpunkt für Mediation. Sie gewinnen Sicherheit darin, Konflikte im Wandel einzuordnen, Mediation sinnvoll zu platzieren und Ihre Rolle im Spannungsfeld von Veränderung und Klärung professionell zu gestalten.
Modul 4: Mediation mit Gruppen und Teams Mediation mit Gruppen und Teams erfordert eine sorgfältige Vorbereitung und eine klare Prozessgestaltung. In Mehrpersonensettings wirken unterschiedliche Interessen, Rollen und Dynamiken gleichzeitig, was eine sorgfältige Auftragsklärung und die Identifikation relevanter Stakeholder erforderlich macht. Im Zentrum dieses Moduls steht die professionelle Gestaltung von Gruppen- und Teammediationen. Die Prozessführung ist hier komplexer als in dyadischen Settings und erfordert eine bewusste Verbindung mediativer und moderativer Elemente. Mediator:innen tragen eine erhöhte Verantwortung für Struktur, Transparenz und Prozesssicherheit. Typische Herausforderungen sind gruppendynamische Phänomene wie Ausgrenzung, Koalitionsbildung oder Widerstände sowie Erwartungen an Führung und Steuerung. Sie gewinnen Sicherheit im Umgang mit diesen Dynamiken, in der Vorbereitung und Durchführung von Gruppenmediationen und in der professionellen Positionierung gegenüber Auftraggebern und Führungskräften.
Abschlusstag: Im Mittelpunkt stehen die Reflexion der eigenen Lernerfahrungen, die Integration der Inhalte aus den Modulen sowie die Arbeit am eigenen Profil als Mediator:in in Organisationen. Darüber hinaus bietet der Tag Raum für offene Fragen, Fallbezüge und die gemeinsame Einordnung der nächsten professionellen Schritte.
Termine
- Kick-Off: 24.09.2026 Kennenlernen und Einstieg ins Thema (Online), 16.30 – 20 Uhr
- 1. Modul: 28. - 30.09.2026 Mediation in Organisationen getalten: Von der Auftragsklärung bis zur Evaluation (Online)
- 2. Modul: 18. - 20.11.2026 Professioneller Umgang mit Hierarchie und Macht in der Mediation (Online)
- 3. Modul: 25. - 27.01.2027 Changeprozesse und Mediation (Online)
- 4. Modul: 17. - 19.03.2027 Mediation mit Gruppen und Teams (Präsenz in Berlin)
- Abschlusstag: 7.04.2027 Reflexion und Austausch, Fallsupervision, Profil als Mediator:in in Organisationen (Online)
- Intervision: Zwischen den Modulen 1 – 4 finden drei Intervisionsgruppentreffen statt, um das Gelernte zu reflektieren, sich auszutauschen und sich zu vernetzen
Seminarzeit für alle Seminartage: 9:30 - 17:00 Uhr
Trainer:innen
Carolin Pierau-Guerrero, Mediatorin und Ausbilderin BM®, Systemische Organisationsberaterin, Hypnosystemische Coach, M.A. Amerikanistik und Politikwissenschaft, Mitgründerin und Gesellschafterin von klären & lösen. Carolin begleitet seit 2005 Menschen in Organisationen dabei, Veränderungsbedarfe aufzuspüren und mit den passenden Beratungsformaten wie Mediation, Coaching, Training und Beratung nutzbar zu machen und gleichzeitig die Organisation weiterzuentwickeln.
Dr. Christine Pütz, Mediatorin BM®, Politikwissenschaftlerin, Mitgesellschafterin von klären & lösen, verfügt über langjährige Erfahrung als Führungskraft in Forschungseinrichtungen und Non-Profit Organisationen. Sie unterstützt insbesondere Führungskräfte und Teams bei der konstruktiven Bearbeitung von Konflikten sowie bei Klärungs- und Veränderungsprozessen. Im Rahmen von Mediationen, Coachings und Supervisionen begleitet sie Menschen in Organisationen, Verwaltungen, kleinen und mittelständischen Wirtschaftsunternehmen, Sozialen Trägern sowie NGOs bei der Entwicklung von neuen Perspektiven.
Zertifikat
Das Zertifikat dokumentiert eine zusammenhängende Qualifizierung für Mediation in organisationalen Kontexten und eine vertiefte Auseinandersetzung mit Prozessarchitektur, Macht- und Hierarchiedynamiken, Veränderungsprozessen sowie Gruppen- und Teammediation.
Für das Zertifikat „Mediation in Organisationen“ ist die Teilnahme an mindestens drei Modulen, den Intervisionsgruppentreffen sowie dem Kick-Off und Abschlusstag erforderlich. Das Zertifikat weist die besuchten Module und die entsprechende Stundenzahl aus.
Bei einer Teilnahme an einzelnen Modulen erhältst du jeweils eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung.
Alle Module werden von anerkannten Ausbilder:innen BM geleitet. Du kannst diese Weiterbildung nutzen, um Weiterbildungsstunden für das Führen des Titels „zertifizierte:r Mediator:in“ nach dem Mediationsgesetz zu sammeln oder um den Anforderungen des BM für den Erhalt der Lizenz BM gerecht zu werden.
Solltest du eine Mediationsausbildung mit 130 Stunden gemacht haben, kannst du diese als Weiterbildung anrechnen lassen, wenn du die Anerkennung beim BM oder einem der anderen Verbände anstrebst.
Durchführung
Diese Fortbildung findet im Online-Format statt (Kick-Off, Modul 1 – 3, Abschlusstag), das Modul 4 findet als Präsenz Seminar in unseren Räumen in Berlin-Friedrichshain statt. Die Seminarinhalte werden in einem Mix aus Input, Austausch, Ausprobieren und Reflexion vorgestellt, auch der kollegiale Austausch ist ein wichtiges Element, um in einem intensiven Kontakt miteinander zu kommen und voneinander zu lernen.
Die Buchung der gesamten Fortbildungsreihe ist empfehlenswert, da die Module inhaltlich ineinandergreifen und in Kombination mit Kick-Off und dem Abschlusstag eine vertiefende Qualifizierung ermöglichen. Gleichzeitig kannst du die Module je nach Interesse und Vorerfahrungen auch einzeln buchen.
Kosten & Leistungen
Die Fortbildungsreihe beinhaltet insgesamt 90 Stunden. Bei Buchung aller vier Module inkl. Kick-Off und Abschlusstag kostet die Weiterbildung insgesamt 2.470 Euro Der Kick-Off und der Abschlusstag sind nur in Verbindung mit mind. drei weiteren Modulen buchbar. Die Einzelmodule kosten jeweils 630 Euro (570 Euro*), der Abschlusstag 210 Euro (190 Euro*).
*) Der reduzierte Preis gilt für Teilnehmer:innen, die bei klären & lösen oder beim Mediationsbüro Mitte eine Mediationsausbildung machen oder gemacht haben oder Mitglied des Mediationszentrums Berlin e.V. sind.
Im Preis enthalten sind sämtliche Seminarunterlagen und entsprechende Teilnahmebescheinigungen bzw. das Zertifikat.
Die Anerkennung als Bildungszeit für Berlin beantragen wir von uns aus. Solltest du die Anerkennung für ein anderes Bundesland benötigen, sprich uns bitte an.
Teilnehmerzahl: maximal 12
Anmeldung
Per E-Mail an info@klaeren-und-loesen.de, telefonisch unter 030-84 31 32 29 oder über das Anmeldeformular. Bitte geben Sie an, welche Module Sie besuchen möchten.
Für Fragen und Klärungen zur Reihe oder welche Module für dich sinnvoll sind, stehen wir dir gerne zur Verfügung.

